12.01.2026

Goods Movement in EWM & IM

Mann vor Hochregal, Beitragsbild für EWM & IM

Wenn Lager und Bestände im Gleichschritt arbeiten: Goods Movements in EWM & Inventory Management.

Wer mit SAP EWM (Extended Warehouse Management) und Inventory Management (IM) arbeitet, kennt das Thema: Warentransaktionen passieren überall, im Lager, in der Produktion, im Wareneingang, bei Umlagerungen, und trotzdem müssen am Ende Bestände und Buchungen sauber zusammenpassen.
Klingt ganz einfach, ist in der Praxis aber oft genau hier knifflig.

EWM vs. IM: zwei Welten, ein Ziel

Inventory Management (IM)

  • Buchhalterische Sicht
  • Bestände auf Lagerortebene
  • FI/CO-relevant

„Was gehört uns?“

EWM

  • Logistische Sicht
  • Lagerstruktur (Bins, HU, Ressourcen, Tasks)
  • Physischer Warenfluss

„Wo liegt was und wie bewegt es sich?“

Beide Systeme haben also unterschiedliche Perspektiven – müssen aber synchron arbeiten, damit Planung, Controlling und Betrieb reibungslos funktionieren.

Goods Movements: Wer stößt was an?

Je nach Prozess gibt es zwei typische Szenarien:

1. IM führt, EWM folgt

Klassischer Flow in S/4HANA-Integration. Beispiel: Wareneingang oder Umbuchung über MIGO.

  • IM-Buchung erzeugt einen „Expected Goods Movement“ im EWM.
  • EWM führt physische Lagerprozesse aus (Putaway Task, HU Handling).
  • Abschluss im EWM → Bestätigung zurück an IM.

2. EWM führt, IM folgt

Ideal für hochautomatisierte Lager. Beispiel: Umlagerung im Lager, interne Transporte, Konsolidierungen.

  • EWM erstellt und bestätigt Warehouse Tasks.
  • Nach Abschluss triggert EWM automatisch den passenden IM-Buchungscode.

Wo es oft hakt (und wie man’s besser macht)

❌ Doppelbuchungen oder fehlende Rückmeldungen
❌ Unterschiedliche Bestände in EWM vs. IM
❌ Manuelle Workarounds (Excel lässt grüßen)
❌ Komplexe Mapping-Tabellen, die keiner versteht

Warum Goods Movements im EWM so viel smarter sind

EWM ist nicht „nur ein weiteres Lager“, sondern ein Prozessmotor:

✅ Strategien (Putaway/Picking)
✅ Ressourcensteuerung
✅ HU-Verwaltung
✅ Laboraufträge, Qualitätsprüfungen
✅ Automatisierung (MFS, RF, Bots)

Während IM sagt „Bestand -10 Stück“, sagt EWM „Mitarbeiter A holt Palette 123 aus Bin 05-01-02“. EWM denkt also operativ, IM denkt buchhalterisch – die Goods Movement ist die Brücke dazwischen.

IM & EWM werden zum Dream Team, wenn…

… die Prozesse sauber modelliert sind.
… die Integration richtig konfiguriert ist.
… alle wissen, wo gebucht wird (IM oder EWM).
… Bewegungen nicht doppelt, sondern gezielt gesteuert werden.

Dann entstehen transparente Lagerbewegungen, exakte Bestände und eine valide Buchhaltung. Alles in allem: eine effiziente Supply Chain.

Unser Fazit

Goods Movements in EWM und IM sind kein „entweder oder“, sondern ein perfektes Zusammenspiel zweier Sichtweisen.
Wer die Logik dahinter versteht und sauber integriert, gewinnt:

  • Weniger Fehler
  • Echtzeit-Daten
  • Effiziente Abläufe
  • Hohe Automatisierung
  • Bessere Entscheidungsgrundlage


Und jetzt?

Wenn du wissen willst, wie man komplexe Bewegungslogiken, Prozessarten, HU-Flows oder Inventuren in EWM & IM schlau verbindet – wir unterstützen dich gerne. Locker im Gespräch, professionell in der Umsetzung.